Fledermaus-Monitoring auf höchstem Niveau – Expertise, die Maßstäbe setzt

Projekte im Fokus

Landesweites Fledermaus-Monitoring

Auftraggeber: LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

Beteiligter Fachbereich: Artenschutz

Projektbeginn: 2025


 

Das Mysterium Fledermaus – warum systematisches Monitoring unverzichtbar ist

Fledermäuse sind Meister der Anpassung: Sie orientieren sich mittels Ultraschalls, nutzen komplexe Waldstrukturen als Jagd- und Ruhehabitate und sind fast ausschließlich nachtaktiv. Gleichzeitig zählen sie zu den am stärksten gefährdeten Säugetiergruppen. Lebensraumverluste, Störungen und langfristige Umweltveränderungen haben dazu geführt, dass viele Arten selten geworden oder regional bereits verschwunden sind.

Gerade bei waldbewohnenden Fledermausarten bestehen erhebliche Wissensdefizite. Ihre versteckte Lebensweise macht sie schwer erfassbar, belastbare Daten zu Vorkommen und Entwicklung fehlen vielerorts. Genau hier setzt das landesweite Fledermaus-Monitoring in Baden-Württemberg an.

 

Landesweites Fledermaus-Monitoring als Baustein des Artenschutzes

Deutschland ist verpflichtet, den Erhaltungszustand der sogenannten FFH-Arten – europaweit geschützter Tier- und Pflanzenarten nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) – regelmäßig an die Europäische Union zu berichten. Ziel der FFH-Richtlinie ist der Erhalt der biologischen Vielfalt sowie die Bewahrung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands dieser Arten.

Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, den Erhaltungszustand der FFH-Arten zu überwachen und auf dieser Grundlage geeignete Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen zu ermöglichen. Die Länder sind ihrerseits gegenüber dem Bund berichtspflichtig. Vor diesem Hintergrund hat die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg das landesweite Fledermaus-Monitoring aufgelegt.

Die landesweite Umsetzung erfolgt in 16 Losen, vergeben an lediglich sechs ausgewählte, hoch spezialisierte Fachbüros in Baden-Württemberg.
Sieber Consult ist eines dieser Büros und wurde mit einem eigenen Los betraut – unmittelbar im regionalen Umfeld des Unternehmens.

Die Beauftragung dieser hoheitlichen Monitoring Aufgabe unterliegt höchsten fachlichen, methodischen und dokumentarischen Anforderungen. Sie setzt vertiefte Kenntnisse in der Fledermausökologie, umfangreiche Erfahrung in der faunistischen Feldarbeit sowie die Fähigkeit zu standardisierten, landesweit vergleichbaren Erfassungen voraus. Diese Kombination aus wissenschaftlicher Präzision, praktischer Feldkompetenz und strukturierter Auswertung zeichnet nur wenige Büros in dieser Form aus.

Das Projekt ist auf eine Dauer von sechs Jahren angelegt und dient dem Aufbau einer langfristig belastbaren Datengrundlage. Ziel ist es, durch standardisierte und vergleichbare Erfassungen fundierte Aussagen zur Situation waldbewohnender Fledermausarten zu ermöglichen. Im Fokus steht dabei nicht die kurzfristige Ergebniserhebung, sondern die langfristige Beobachtung und Bewertung von Bestandsentwicklungen.

 

Aufwendige Feldarbeit für eine schwer erfassbare Artengruppe

Die Erfassung von Fledermäusen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben der faunistischen Feldarbeit. Sie erfordert nächtliche Kartierungen, hohe Artenkenntnis und den Einsatz spezialisierter Methoden wie Netzfängen, Telemetrie und Ausflugszählungen. Diese Vorgehensweisen ermöglichen eine fachlich fundierte Datenerhebung, ohne sensible Informationen öffentlich zu machen.

Gerade diese methodische Tiefe, gepaart mit regionaler Gebietskenntnis und langjähriger Erfahrung im Artenschutz, bildet die Grundlage für belastbare Bewertungen im Rahmen eines landesweiten Monitorings.

 

Fachliche Verantwortung und Engagement

Die Beteiligung am landesweiten Fledermaus-Monitoring unterstreicht die besondere fachliche Expertise von Sieber Consult im Bereich Artenschutz und faunistischer Kartierung. Die Auswahl im Rahmen eines landesweiten Vergabeverfahrens bestätigt die hohe fachliche Qualität, Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Das landesweite Fledermaus-Monitoring zeigt, wie wichtig kontinuierliche, sorgfältige und fachlich fundierte Datenerhebungen sind, um den Schutz dieser besonderen Artengruppe langfristig zu sichern – und wie entscheidend ausgewiesene Expertise für die erfolgreiche Umsetzung solcher Aufgaben ist.

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